Nützliche Informationen

Turboladerausfall - Ursachen 

 

Die häufigsten Ursachen für den Turbolader-Ausfall bei Autos:

 

1. Schaden durch Fremdkörper

Fremdkörper die in das Ansaug- und Auspuffgehäuse gelangen, verursachen Beschädigungen wie eine verbogene Turbinenrad- oder Verdichterrad-Beschaufelung.Vor dem Wechsel des Turboladers, soll man die Ansaug- und Auspuffanlage des Motors hinsichtlich Passierbarkeit und Sauberkeit prüfen. 

Versuchen Sie nicht die Beschaufelung gerade zu bieten, eine dynamische Auswuchtung des rotierenden Systems ist unerlässlich.

Mögliche Ursachen sind gebrochene Motorteile; Muttern/Schrauben/Steine oder sonstige feste Fremdkörper die im Luftaufladungssystem hinterlassen wurden; gebrochene Anschlusselemente oder andere Teile die in den Innenraum der Anlage eingedrungen sind.

 

 

2. Verunreinigtes Öl

Tiefe Risse an den Turbolader-Lagern können durch verschmutztes Öl hervorgerufen werden. Wenn qualitative Filter und Öle gemäß der Herstellerempfehlung eingesetzt und gewechselt werden, können Beschädigungen dieser Art vermieden werden.

Mögliche Ursachen sind ein verstopfter, beschädigter oder schlecht verarbeiteter Ölfilter; funktionsunfähiges Überströmfilter des Ölfilters, lang nicht gewechseltes oder qualitativ schlechte Motoröl.

 

 

3. Ausfall im Ölzufluss

Kurze, wiederholt aufkommende Pausen von etwas 4-5 Sekunden können die Lageroberfläche abbrennen oder auspolieren.

Mögliche Ursachen sind Öl- und Ölfilterwechsel; Tausch des Turboladern ohne ihn mit Öl zu füllen; das längere Abstellen des Autos, niedriger Öldruck.

 

4. Öldruckmangel

Öldruckmangel über 8 bis 10 Sekunden verursacht das Abrennen und Auspolieren der Lageroberflächen, sowie thermische Verfärbung. Ein niedriger Öldruck ist die gefährlichste Form des Ölzulauf-Ausfalls.

Mögliche Ursachen sind eine beschädigte Ölpumpe, unpassierbare, gebogene oder gebrochene Schmierleitungen des Turboladers, zu niedriger Öldruck in der Ölwanne.

 

5. Das Überhitzen

Höhere Temperaturen können am mittleren Gehäuse des Turboladers eine Lagerkorrosion der betreffenden Untergruppen, infolge einen Ölabbrennen, verursachen. Die angesammelte Kohle ist auf eine hohe Abgastemperatur oder vorzeitiges Abstellen des Motors zurückzuführen. Es wird empfohlen, den Motor nach der Arbeit für ca. 2 bis 3 Minuten im Leerlauf zu lassen, damit der Abgasturbolader abgekühlt werden kann.

Mögliche Ursachen sind Motoröl niedriger Qualität, zu schnelles Abstellen des Motors, verstopfter oder abgenutzt Luftfilter, selten gewechseltes Motoröl, defekte Einspritzdüsen.

 

Turbolader-Einbauanleitung

 

Bevor Sie den neuen Turbolader einbauen, stellen Sie die Ursache für den Schaden des ausgebauten Turboladers sowie ihre Folgen fest und beseitigen Sie sie.

 

1.Luftansauganlage soll sauber sein. Keine Beschädigungen an den Leitungen. Filter auswechseln.

 

2. Überprüfen Sie, ob die Ölzulauf- und Ölabfuhrleitungen sauber, ungebrochen, passierbar und von Kohle und Absatz frei sind. Bei Bedarf sind sie zu reinigen oder mit neuen Leitungen zu ersetzen. Im Fall von Flexschläuchen überprüfen Sie, ob sie drinnen keine Beschädigungen aufweisen. Prüfen Sie, ob die Ölzulaufleitung von der Wärmequelle ausreichend entfernt und ob der Wärmeschutzschild weder thermisch noch mechanisch beschädigt ist.

 

3. Öl und Filter unter Einhaltung der Herstellerempfehlung wechseln.

 

4. Prüfen Sie das Motor-Entlüftungssystem, auf Sauberkeit und Funktionsfähigkeit.

 

5. Neue Dichtung einsetzen.

 

6. Prüfen Sie den Zustand des Auspuffkrümmers und der Befestigungsschrauben auf Verunreinigungen und Brüche, reinigen Sie sie und im Zweifelsfall ersetzen mit neuen Teilen.

 

7. Richten Sie die Gehäuse aus. Stellen Sie sicher, dass alle Dichtungen am richtigen Platz sind und ziehen Sie alle Befestigungen mit dem richtigen Drehmoment an.

 

8. Indem Sie hochtemperaturbeständige Schrauben mit der richtigen Spezifikation verwenden, bringen Sie die Anlage an den Krümmer oder den Motorblock an. Gehen Sie sicher, dass bei der Installation weder an dem Turbolader noch an den angeschlossenen Leitungen Verspannungen entstehen. Beim Ziehen der Schrauben und Muttern die Drehmomentswerte in der Betriebsanleitung beachten.

 

9. Öl-Ablassleitung anschließen und die Öl-Einfüllöffnung mit reinem Motoröl auffüllen. Gleichzeitig drehen Sie langsam von Hand das Turbinenrad.

 

10. Schließen Sie sonstige Teile an den Turbolader an.

 

11. Wenn es geht, drehen Sie die Kurbelwelle des Motors 10 bis 15 Sekunden ohne den Motor anzulassen, oder lassen Sie den Motor für paar Sekunden an, damit die Leitungen und der Turbolader selbst vollständig mit Öl aufgefüllt werden.

 

12. Lassen Sie den Motor an und lassen Sie ihn im Leerlauf, ohne die Drehzahl zu erhöhen.

 

13. Prüfen ob alle Anlagenverbindungen (Luft-, Öl-, Abgasverbindungen) dicht und leckfrei sind. Stellen Sie den Motor ab und prüfen erneut den Ölstand.

 

 

VORGEHEN BEI WECHSEL EINES TURBOLADER

IN DEM MOTOR DV6 (1.6 HDi/TDCi/…)

 

1.Das alte Motoröl ablassen.

 

2.Den Motor mit frischem Öl mit Zusatz von Motor-Reinigungsmittel nachfüllen. Den Motor anlassen und über 20 Minuten im Leerlauf arbeiten lassen.

 

3.Unterdruckpumpe abmontieren. Pumpendichtungen ausbauen und entsorgen.

 

4.Turbolader ausbauen.

 

5.Ölkühler abmontieren.

 

6.Ölfilter ausbauen.

 

7.Die Ölzulaufleitung vom Motorblock bis zum Abgasturbolader ausbauen. Die Leitung entsorgen.

 

8.Das Ölaufnahmerohr (Ölansaugsieb) ausbauen.

 

9.Die abmontierten Teile hinsichtlich der metallischen Verunreinigungen überprüfen.

 

10.Den Ölkühler mit Hilfe von Bremsreinigungsmittel sorgfältig reinigen und mit  Druckluft abtrocknen.

 

11.Den Ölkühler und den Filter einbauen. Neue Dichtung einsetzen.

 

12.Die Unterdruckpumpe mit Hilfe von Bremsreinigungsmittel genau reinigen, mit Druckluft abtrocknen und neue Dichtungen anbringen.

 Sollte die vollständige Beseitigung von Verunreinigungen nicht möglich sein, ist die Unterdruckpumpe zu wechseln. Diese Vorgehensweise betrifft auch andere Motorteile, die nicht effektiv gereinigt werden können (Ölkühler, Ladeluftkühler, Ölansaugsieb, Ölpumpe etc.).

 

13.Das Ölaufnahmerohr und die Ölwanne einbauen.

 

14.Den Ladeluftkühler (Intercooler) ausbauen und reinigen.

 

15.Alle Luftleitungen hinsichtlich mechanischer Beschädigungen, Verschmutzungen oder des eingeschränkten Luftdurchflusses überprüfen. Bei Bedarf sind diese Teile zu reinigen oder auszuwechseln.

 

16.Funktionsfähigen Abgasturbolader einbauen.

 

17.Neue Turbolader-Ölrücklaufleitung montieren.

 

18.Eine neue Ölzulaufleitung und Hohlschraube(n) mit Filter der neuesten Baureihe einbauen. Wir empfehlen das Hohlschraubensieb zu beseitigen.

 

19.Sonstige Teile sind in umgekehrter Reihenfolge wie der Ausbau einzubauen.

 

20.Das Motoröl nachfüllen.

 

21.Den Öldurchfluss durch den eingebauten Abgasturbolader messen.

 

Längere Turbolader-Ölrücklaufleitung montieren, das andere Ende in einem Gefäß platzieren den Motor anlassen und im Leerlauf arbeiten lassen. Nach 60 Sekunden den Motor abstellen und die Ölmenge im Behälter messen. Sie soll den Wert von 0,5 L (500 ml) überschreiten. Der Test ist zwei bis drei mal durchzuführen, um seine Ergebnisse bestätigt zu kriegen. Es gilt dabei aufzupassen, dass der Motor bei ausreichender Ölmenge arbeitet.

 

22.Die Ölrücklaufleitung vom Turbolader zum Motor einbauen.

 

23.Probefahrt auf einer Strecke von 30 bis 40 km unternehmen.

 

24.Das Motoröl und den Ölfilter erneut wechseln.

 

 

Turboladerfehler 

 

Es kommt vor, dass ein Turbolader ausgebaut und durch einen neuen ersetzt wird, obwohl er noch in einem guten Zustand ist. Wenn der Turbolader nicht so funktioniert wie er sollte, lohnt es sich die Motoreinstellung näher anzusehen.

 

-Blaue Abgase: Luftfiltereinlage könnte verschmutzt sein

-Lauter Turbolader: Schrauben wurden womöglich lose

-Schwarze Abgase: Es könnte am Motor liegen

-schlechtere Motorleistung: Wieder könnte es am Motor liegen.

 

Drei schlimme Feinde eines Turboladers:

-zu wenig Öl

-Fremdkörper in der angesaugten Luft

-verunreinigtes Öl

 

Der Toleranzwert bei Aufbau des Turboladers liegt im Millimeterbereich. Deswegen verfügen nur die Hersteller und autorisierte Werkstätte über die ausreichenden Ressourcen um eine Reparatur durchzuführen.

 

Falls Sie einen lärmenden Turbolader wahrnehmen, empfiehlt es sich den Motor so schnell wie möglich abzustellen, ein größerer Schaden kann durch die hohe Geschwindigkeit des Turboladers in Sekunden entstehen.

 

Der Grad der Aufladung sollte nicht erhöht werden, besonders die Einstellung des Aufladungsdrucksreglers nicht. Der Aufladungsdruck ist auf die optimale Motorleistung angepasst. Ein zu hoher Aufladungsdruck bewirkt einen Temperaturanstieg des Motors, dies führt zu Kolbenbeschädigungen und Pfannenverschleiß.

 

Fahrerschulung:

-Motor nicht im hohen Drehzahlbereich ausschalten, der Abgasturbolader arbeitet

-den Motor nach dem Abschalten zwei bis drei Minuten im Leerlauf lassen zum Abkühlen

 

Trockenstarten des Motors

 

Nach dem Einbau des neuen Turboladers sollte man unbedingt überprüfen ob eine ausreichende Menge an Schmieröl vorhanden ist.

 

Es ist wichtig, dass die Schmieranlage genau gereinigt wird, damit sie passierbar für das neue Öl ist. Um sicherzugehen, kann man, vor dem Anschließen der Schmierleitung, den Turbolader mit reinem Öl befüllen.

 

TURBOLADER FINDEN

 

Den Richtigen Turbolader Bestellen Ermittlung der richtigen Turboladernummer über das Turbolader-Typenschild

Die Informationen auf dem Typenschild am Turbo-Gehäuse helfen Ihnen dabei, genau den Ersatz-Turbo anzugeben, den Sie brauchen.

 

Ein Typenschild variiert, abhängig davon, ob es zu einem OE-Turbo gehört, der vom Fahrzeughersteller eingebaut wurde.